Der ursprüngliche Austausch…

Seit über 40 Jahren organisiert der Landkreis Uelzen mit seinen französischen Partnergemeinden einen deutsch-französischen Jugendaustausch. In den Osterferien (März / April) eines jeden Jahres fahren wir mit ungefähr 30 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren aus dem Kreis Uelzen für 8-10 Tage in die Normandie.

Im Sommer  des selben Jahres besuchen uns dann die französischen Jugendlichen für die gleiche Zeitspanne im Kreis Uelzen zu Beginn oder zum Ende ihrer Schulferien Anfang Juli bis Ende August. Meistens liegt diese Zeit außerhalb der niedersächsischen Schulferien. Die Jugendlichen leben jeweils in den Gastfamilien ihrer Austauschpartner und lernen so das tägliche Leben und die Besonderheiten im anfangs fremden Land kennen.

Im günstigsten Fall treffen auf diese Weise deutsche und französische Austauschpartner über sechs Jahre jeweils zweimal im Jahr aufeinander – es entstehen Freundschaften.

Dabei ist es nicht notwendig und wird auch nicht erwartet, dass die Jugendlichen sich fließend in der jeweiligen Fremdsprache ausdrücken können. Erfahrungsgemäß funktioniert auch die Kommunikation bei den jüngeren Teilnehmern, die noch nicht so lange den entsprechenden Fremdsprachenunterricht genossen haben gut.  Nach und nach fällt mit der zunehmenden Vertrautheit meistens die Angst, die fremde Sprache zu nutzen. Sollte bei  der Lösung von Problemen dann doch einmal die Sprachbarriere im Weg sein, helfen die Begleiter natürlich gerne aus.

Der Austausch steht jedes Jahr unter einem neuen, gemeinsamen Motto, unter dem das jeweilige Organisationsteam des Gastlandes ein Programm für die Jugendlichen organisiert. Daran nehmen die Gäste teil, während ihre Gastgeber die Schule besuchen.

Einzelne gemeinsame Veranstaltungen ergänzen das Programm. Das Wochenende bleibt dann für Unternehmungen mit der Gastfamilie.

…und die aktuellen Aktivitäten

Während der Corona-Pandemie war ein gegenseitiger Austausch plötzlich nicht mehr möglich. Als die gegenseitigen Besuche wieder realisierbar wurden, mangelte es in Frankreich leider an Interessierten und aufnehmenden Familien. In der Hoffnung, dass in der Zukunft auch in Frankreich wieder ausreichend Austauschinteressierte rekrutiert werden können, wollten wir unseren Jugendlichen aber weiterhin die Möglichkeit bieten, einen Teil der französischen Kultur zu erleben und unser Nachbarland kennen zu lernen. So organisieren wir in den Osterferien weiterhin eine Fahrt in unsere Partnerregion. Um die Reise trotz der zwischenzeitlich erheblich gestiegenen Preisen für einen Reisebus zu ermöglichen, nutzen wir jetzt Minibusse, so dass die Gruppengröße der Jugendlichen aktuell leider auf 12 begrenzt ist. Unterkunft finden wir in einem, für uns ausreichend großen, Ferienhaus. Mit täglichen Ausflügen erkunden wir von dort aus die Normandie und verbringen für gewöhnlich einen Tag in Paris. Wenn möglich, versuchen wir Kontakte zu französischen Jugendlichen zu organisieren. Unsere Verpflegung organisieren wir selbst. Das heißt, wir kaufen auf dem Markt, beim Bäcker und im Supermarkt zusammen ein und kochen dann auch gemeinsam. Beim Essen versuchen wir den Jugendlichen französische Spezialitäten und Gerichte näher zu bringen.

Darüberhinaus stehen wir regelmäßig mit unseren französischen Partnern in Verbindung, um so schnell wie möglich das ursprüngliche Austauschprogramm wiederbeleben zu können.

Dank Zuschüssen vom Landkreis Uelzen, dem deutsch französischen Jugendwerk und ggf. anderen liegt der Teilnehmerbeitrag zur Zeit (2025) unverändert bei 300 Euro.